Die Klette e.V.
Copyright © Die Klette e.V.
Eine wundersame Begegnung mit Ilka- das muss ich Euch erzählen!
Die Advents - und Weihnachtszeit ist im Besonderen für unsere Auftrittskinder geprägt durch Programme, mit denen wir Freude und Weihnachtsstimmung verbreiten und bereiten wollen. Natürlich ist auch mein Terminplaner in dieser Zeit sehr voll besteckt, aber für uns gehört es einfach dazu. Menschen Freude bringen, einfach nur so - ohne zu fragen warum und wofür - das ist für uns Kletten das Normalste von der Welt. Überraschungen und nette Begegnungen machen das Leben natürlich bunter und schöner. So eine Riesenüberraschung durfte ich am Nikolausabend in Empfang nehmen. Ich sollte Ilka kennen lernen - eine junge Frau aus Bremen, die in Barth Station gemacht hatte und ein Spendensäcken vergeben wollte ?????  Als ich den Anruf bekam, war ich etwas irritiert, zumal ich erst kurz vor 18.00 Uhr wieder in Barth war. Zunächst war ich nur gespannt auf die Begegnung und wollte mir das mal erklären lassen. Es war einfach klasse und hochinteressant! Ich war platt, hörte zu, stellte viele Fragen  und genoss das Gespräch, was dann sehr  intensiv und lang wurde. Ausgewählt für das Spendensäckchen hatte Ilka Die Klette e.V., weil ihr gefiel, was dort für Kinder und Jugendliche geleistet wird. Kurz zu Ilka: Ilka ist Kinderkrankenschwester, die immer den Wunsch hatte, die Welt kennen zu lernen. Dann entschied sie, sie braucht gar nicht die Welt kennen lernen, Deutschland - im Besonderen die neuen Bundesländer - reicht. Sie nutzt ihre Ersparnisse, nahm eine Auszeit von der Arbeit, Freunde stellten Reiserouten (deren Ziele sie nicht kennt) und Aufgaben zusammen und Ilka fährt nun 65 Routen mit dem FAHRRAD durch Deutschland. Von Barth ging es nach Prerow und von dort nach Lutherstadt Wittenberg. Wie entstehen die Spendensäckchen? Freunde haben sie genäht. Ilka hat täglich 20 € zur Verfügung für Essen und Unterkunft. Wenn sie die nicht aufbraucht, weil nette Leute sie kostenlos übernachten lassen (wie geschehen im Barther Bibelzentrum) steckt sie das was sie nicht brauchte hinein. Es haben auch einige Menschen extra dafür gespendet. Ilka darf die Spendensäckchen dann an bestimmten Orten bzw. an bestimmten Tagen (so ganz genau weiß ich es nicht) an Menschen verteilen, von denen sie glaubt, dass sie Hilfe brauchen oder sie toll findet, was dort gemacht wird. Ist das verrückt??? Ja - aber in einem waren wir uns sogleich einig. Es sind die Begegnungen, Taten, Gespräche und Erlebnisse in unserem Leben, die wir in Herz und Hirn speichern. Das macht uns reich, nicht der materielle Reichtum. Davon kann man nichts "mitnehmen". Sie wollte und will diese Erfahrungen sammeln. Am Ende bedankten wir uns gegenseitig, dass wir uns kennenlernen durften. Das Spendensäckchen war natürlich richtig toll, aber die Begegnung mit ihr mindestens genauso. Wir wünschen Ilka noch eine gute Fahrt und hoffen, dass sie uns dann und wann einen Bericht von ihrer weiteren Reise gibt. Das  wollte ich Euch unbedingt erzählen!
Weitere Impressionen der Reise sind unter: https://allicantravel.wordpress.com/ zu finden.